TASER: Sicheres Einsatzmittel in unsicheren Lagen?  – offen für alle Interessierten

TASER: Sicheres Einsatzmittel in unsicheren Lagen? 

Zur sozialen und rechtlichen Einbettung der polizeilichen Verwendung von Distanzelektroimpulsgeräten (DEIG)
mit Vincenz Leuschner, Claudius Ohder und Carolyn Tomerius
Dienstag, 20. Januar 2026 17.00 Uhr

HWR Berlin, Alt-Friedrichsfelde 60, 10315 Berlin – Haus 6A, Raum 008
und Online unter https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc

 

Um Einsatzkräfte besser vor Gewaltangriffen zu schützen, wurde im September 2022 in Nordrhein-Westfalen (NRW) die Ausstattung von 18 Kreispolizeibehörden mit Distanzelektroimpulsgeräten (DEIG) abgeschlossen. Mehr als die Hälfte der Einwohner*innen des Landes leben seither in Städten und Gemeinden, in denen die Beamt*innen der zuständigen Polizeiwache diese Waffe bei Einsätzen mit sich führen. NRW liegt damit im allgemeinen Trend in Bund und Ländern, Polizeibehörden entweder flächendeckend oder auf spezielle Einheiten bezogen mit DEIG auszustatten. Eine neue Studie hat nun die Verwendung dieses Einsatzmittels wissenschaftlich untersucht.

Ein wesentliches Ergebnis der kürzlich abgeschlossenen Mixed-Methods-Evaluation ist, dass die Verwendung von DEIG in recht unterschiedlichen als „unsicher“ wahrgenommenen Einsatzsituationen erfolgt und durch vier interagierende Faktoren beeinflusst wird: die technischen Eigenschaften des Einsatzmittels, die Wahrnehmungen und Bewertungen der beteiligten Einsatzkräfte, die rechtlichen Vorgaben und die öffentliche Meinung bzw. das „Taser-Wissen“ der Bevölkerung.

Im Rahmen des Werkstattgesprächs werden die Autor*innen der Studie, Vincenz Leuschner, Claudius Ohder und Carolyn Tomerius, die Dynamiken und Interdependenzen zwischen diesen Faktoren aufzeigen. Zudem wird analysiert, weshalb sich die polizeiliche Nutzung von DEIG tendenziell von der Begründung für deren Einführung entfernt hat und nicht allein der Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr für Leben und Gesundheit der beteiligten Polizeikräfte bzw. der von den polizeilichen Maßnahmen Betroffenen oder Dritter dient.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit der Diskussion.

Sie sind herzlich zu dieser Veranstaltung des Forschungsinstituts für öffentliche und private Sicherheit (FÖPS Berlin) der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR Berlin) eingeladen. 

Teilnahme vor Ort

Die Veranstaltung ist grundsätzlich für alle Interessierten zugänglich, die Teilnahme kostenfrei möglich. Die Veranstaltung findet am Campus Lichtenberg der HWR Berlin, Alt Friedrichsfelde 60 (Haus 6A, Raum 008 – Erdgeschoss, barrierefreier Zugang) statt. Sie können an diesem Werkstattgespräch gern vor Ort teilnehmen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Sie erreichen uns am besten über folgende ÖPNV-Verbindungen:
Bus 108/194 (Bildungs- und Verwaltungszentrum), Bus 192 (Alt-Friedrichsfelde), U5 (Friedrichsfelde), S5/S7/S75 (Friedrichsfelde Ost) und Tram-Linien M17 / 27 (Alt-Friedrichsfelde / Rhinstraße).

Teilnahme Online

Die Veranstaltung wird über den BigBlueButton-Videokonferenzserver der HWR Berlin übertragen. Sie können daran über folgenden Link teilnehmen: https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc. Für die Online-Teilnahme brauchen Sie sich nicht anmelden, es werden keine Login-Daten benötigt. Der Meetingraum wird 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Um sich im Chat / an der Diskussion beteiligen zu können, empfehlen wir Ihnen, den Link über Google Chrome oder Microsoft Edge aufzurufen – bei anderen Browsern kann es u.U. zu Einschränkungen kommen.

 

Sven Lüders
Geschäftsführung
Forschungsinstitut für Öffentliche & Private Sicherheit (FÖPS Berlin)
der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin)

Alt Friedrichsfelde 60 (Raum 1.1019)
10315 Berlin

Tel. +49 30 30877-2991
Mobil +49 1520 183 1627
E-Mail:

FÖPS-Werkstattgespräch Kriminalität im Kontext großfamiliärer Strukturen

mit Dr. Robert Pelzer und Franziska Franz

„Kriminelle Clans“ prägen seit einigen Jahren die medialen und sicherheitspolitischen Diskurse hierzulande. Immer wieder werden stärkere polizeiliche sowie justizielle Maßnahmen gefordert und zum Teil auch umgesetzt. Im Zentrum der Diskussion um „Clankriminalität“ stehen  sog. „Großfamilien“, bei denen abweichende Wertorientierungen und nicht konforme Verhaltensweisen angenommen werden. Straftaten, die von solchen Täter:innengruppen begangen werden, können Strafverfolgungsbehörden vor besondere Herausforderungen stellen.

Das vom BMBF geförderte Verbundprojekt „Kriminalität im Kontext großfamiliärer Strukturen“ (KONTEST) hat dieses spezielle Kriminalitätsphänomen aus verschiedenen Perspektiven untersucht. Im Rahmen des Werkstattgesprächs sollen wesentliche Erkenntnisse aus dem Projekt vorgestellt und unter anderem Fragen danach beantwortet werden, welche Kriminalitätsphänomene sich im Kontext großfamiliärer Strukturen beobachten lassen, wie kriminelle Karrieren von Angehörigen arabischer Großfamilien aussehen können und welche nationalen sowie internationalen Konzepte es gibt, um diesem Problem zu begegnen.

Teilnehmende:

  • Dr. Robert Pelzer (Technische Universität Berlin)
  • Franziska Franz (Kriminologisch-kriminalistische Forschungsstelle, LKA NRW)
  • Moderation: Prof. Dr. Klaus von Lampe (HWR Berlin)

Sie sind herzlich zu dieser Veranstaltung des Forschungsinstituts für öffentliche und private Sicherheit (FÖPS Berlin) der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR Berlin) eingeladen. Wir freuen uns, wenn Sie sich in die anschließende Diskussion einbringen.

Teilnahme vor Ort

Die Veranstaltung ist grundsätzlich für alle Interessierten zugänglich, die Teilnahme kostenfrei möglich. Die Veranstaltung findet am Campus Lichtenberg der HWR Berlin, Alt Friedrichsfelde 60 (Haus 6A, Raum 008 – Erdgeschoss, barrierefreier Zugang) statt. Sie können an diesem Werkstattgespräch gern vor Ort teilnehmen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Sie erreichen uns am besten über folgende ÖPNV-Verbindungen:
Bus 108/194 (Bildungs- und Verwaltungszentrum), Bus 192 (Alt-Friedrichsfelde), U5 (Friedrichsfelde), S5/S7/S75 (Friedrichsfelde Ost) und Tram-Linien M17 / 27 (Alt-Friedrichsfelde / Rhinstraße).

Teilnahme Online

Die Veranstaltung wird über den BigBlueButton-Videokonferenzserver der HWR Berlin übertragen. Sie können daran über folgenden Link teilnehmen: https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc. Für die Online-Teilnahme brauchen Sie sich nicht anmelden, es werden keine Login-Daten benötigt. Der Meetingraum wird 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Um sich im Chat / an der Diskussion beteiligen zu können, empfehlen wir Ihnen, den Link über Google Chrome oder Microsoft Edge aufzurufen – bei anderen Browsern kann es u.U. zu Einschränkungen kommen.

Empfehlung: FÖPS-Werkstattgespräche – Die Polizei Berlin als lernende Organisation? Notwendigkeit, Möglichkeiten und Grenzen einer werteorientierten Organisationsentwicklung

mit Stephen Köppe, Prof. Dr. Birgit Wiese und Andra Godbersen

HWR Berlin, Alt-Friedrichsfelde 60, 10315 Berlin – voraussichtlich Haus 6A, Raum 008 oder Online unter https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc

Die Polizei Berlin steht vor großen Herausforderungen. Mit dem gesellschaftlichen Wandel gehen immer komplexer werdende Anforderungen einher. Dazu zählt der Umgang mit neuen Mitarbeitenden (Generation Z), die zum Teil mit anderen Wertehaltungen in die polizeiliche Arbeitswelt kommen als die älteren Generationen. Um den Anforderungen gerecht zu werden und ihren gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen, muss sich die Polizei den Veränderungen stellen und sich als lernende Organisation stetig anpassen. Als Non-Profit Organisation muss die Polizei auch ihrer sozialen Verantwortung (Corporate Social Responsibility) nach innen gerecht werden. Die Vielfalt der Wertehaltungen sowie das vorhandene Wissen ihrer Mitglieder gilt es dabei zu nutzen und in eine werteorientierte Organisationsentwicklung einfließen zu lassen. Hierfür muss zunächst auf bereits vorhandene Rahmenbedingungen zurückgegriffen werden. Für diesen Prozess sind vor allem die Haltungen und Einstellungen ihrer Mitarbeitenden und Führungskräfte wichtig. Es bedarf deren Bereitschaft, sich an diesem Lernprozess aktiv zu beteiligen. Aber sind die Mitarbeitenden und Führungskräfte der Polizei Berlin überhaupt dazu bereit, eine lernende Organisation mitzugestalten?

Um diese Frage zu beantworten, führte Stephen Köppe in der Polizeidirektion 2 (West) eine empirische Studie unter Mitarbeitenden und Führungskräften durch. Beim Werkstattgespräch stellt er die Ergebnisse vor und zeigt auf, welche Ressourcen auf dem Weg zu einer lernenden Organisation in der Polizei Berlin vorhanden sind. Außerdem geht er darauf ein, auf welche Ressourcen die Polizei Berlin dabei zurückgreifen kann und welche Rahmenbedingungen und Instrumente innerhalb der Organisation geschaffen werden sollten, um diesen Prozess erfolgreich zu gehen?

Stephen Köppe ist Lehrkraft für besondere Aufgaben in den Führungswissenschaften und im Einsatzmanagement des Fachbereichs 5 und Mitglied des FÖPS. Zuvor war er seit über 20 Jahren Führungskraft in unterschiedlichen Stabs- sowie Linienfunktionen der Polizei Berlin und hatte u.a. die Leitung des Prozesses „Gemeinsames Führungsverständnis in der Polizeidirektion 2 (West)“ inne. 2022 beendete er seinen Masterstudiengang an der Berliner Hochschule für Technik (BHT) „Management und Consulting“.

Über die Ergebnisse seiner Untersuchung diskutiert er im Anschluss mit:

Prof. Dr. Birgit Wiese, ehemalige Polizeibeamtin und Professorin für Sozialmanagement an der FH Potsdam. Sie forscht innerhalb der Polizei im Kontext des Generationenumbruchs und hatte die wissenschaftliche Leitung des Prozesses „Gemeinsames Führungsverständnis in der Polizeidirektion 2 (West)“ inne.

Andra Godbersen, Polizeivollzugsbeamtin seit 2009, die aktuell im Masterstudiengang an der Deutschen Hochschule der Polizei studiert. Sie beginnt im Oktober ihre Erstfunktion im höheren Dienst der Polizei Berlin als Stellv. Leiterin des Teams Werteprozess.

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie als Zuhörer:in begrüßen dürfen und Sie sich an der anschließenden Diskussion beteiligen. Eine Teilnahme ist entweder Online oder vor Ort in Präsenz möglich (s.u.).

 

Teilnahme vor Ort

Die Veranstaltung ist grundsätzlich für alle Interessierten zugänglich, die Teilnahme kostenfrei möglich. Die Veranstaltung findet am Campus Lichtenberg der HWR Berlin, Alt Friedrichsfelde 60 (voraussichtlich in Haus 6A, Raum 008 – Erdgeschoss, barrierefreier Zugang) statt. Sie können an diesem Werkstattgespräch gern vor Ort teilnehmen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Sie erreichen uns am besten über folgende ÖPNV-Verbindungen:
Bus 108/194 (Bildungs- und Verwaltungszentrum), Bus 192 (Alt-Friedrichsfelde), U5 (Friedrichsfelde), S5/S7/S75 (Friedrichsfelde Ost) und Tram-Linien M17 / 27 (Alt-Friedrichsfelde / Rhinstraße).

Teilnahme Online

Die Veranstaltung wird über den BigBlueButton-Videokonferenzserver der HWR Berlin übertragen. Sie können daran über folgenden Link teilnehmen: https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc. Für die Online-Teilnahme brauchen Sie sich nicht anmelden, es werden keine Login-Daten benötigt. Der Meetingraum wird 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Um sich im Chat / an der Diskussion beteiligen zu können, empfehlen wir Ihnen, den Link über Google Chrome oder Microsoft Edge aufzurufen – bei anderen Browsern kann es u.U. zu Einschränkungen kommen.

Die nächsten Termine:

·         7. November 2023: Sexualisierte Grenzverletzung in der Polizei. Täterschutz statt Opferschutz in einer hochmoralischen Organisation?

·         5. Dezember 2023 (Thema noch nicht fest)

·         30. Januar 2024 (Thema steht noch nicht fest)

jeweils dienstags, 17-19 Uhr