„FREE – golden fields“ – im Kriminalgericht Moabit

Volker Schierhorn hat sich bei seiner heutigen Führung im Kriminalgericht Moabit selbst übertroffen. 

Neben dem Besuch einer Verhandlung im legendären Saal 700 bot er ein Telefongespräch mit Ferdi Balci, dem Redakteur der Gefängniszeitschrift „der lichtblick“, die in der JVA Tegel entsteht. Unsere Schöffinnen und Schöffen erhielten Einblicke in die Entstehung einer Zeitschrift „hinter Gittern“ und konnten ihre Fragen an den Redakteur stellen.

Deckblatt der Gefängniszeitschrift „der lichtblick“

„FREE – golden fields“ – eine Kunstinstallation des Berliner Künstlers Winfried Muthesius aus dem Jahre 2019. Im größten Strafgericht Europas installierte er über 100 Kacheln in den Fluren, Sälen und Wartebereichen. Als „Zeichen der Leichtigkeit“ und Reflexion über das Thema „Freiheit“ sollen sie die bedrückende Atmosphäre im Gerichtsgebäude aufhellen. 

Rechtsanwältin Pamela Pabst im Kriminalgericht ©ERS

Ein kurzes Interview mit der blinden Berliner Rechtsanwältin Pamela Pabst (Inspiration für die ARD-Fernsehserie „Die Heiland – wir sind Anwalt“) begeisterte die Schöffengruppe. 

Gänge im Kriminalgericht ©ERS

Am Ende der heutigen Führung könnte man denken, man hätte alle Gänge im Kriminalgericht einmal abgelaufen – weit gefehlt – trotzdem hat die Gruppe einige Kilometer hinter sich gebracht und wurde am Ende mit einem Besuch in der Cafeteria und einem Gruppenfoto belohnt

©ERS

Amtseinführung der Präsidentin des Verwaltungsgerichtes Potsdam Ariane Holle

Am 9. Juli 2026 wurde Ariane Holle feierlich als Präsidentin des Verwaltungsgerichts Potsdam eingeführt. Die Veranstaltung fand im historischen Saal des Landesverfassungsgerichts statt – einem früheren Offizierskasino, das heute Teil des modernen Justizzentrums Potsdam ist.

In seinen Grußworten würdigte Justizminister Dr. Benjamin Grimm die besonderen fachlichen Kompetenzen und die klare Führungskraft der neuen Präsidentin. Musikalisch begleitet wurde der Festakt von einem richterlichen Tuba‑Duo, das der Veranstaltung einen warmen und würdevollen Rahmen verlieh.

Frau Holle tritt die Nachfolge von Dr. Jan Bodanowitz an, der seit dem 1. Januar 2025 zunächst kommissarisch und später als Ministerialdirigent die Leitung der Abteilung 1 im Ministerium der Justiz und für Digitalisierung des Landes Brandenburg übernommen hat.

Das Verwaltungsgericht Potsdam, das größte Verwaltungsgericht des Landes, ist für verwaltungsgerichtliche Streitigkeiten erster Instanz zuständig. Sein Gerichtsbezirk umfasst die kreisfreien Städte Brandenburg an der Havel und Potsdam sowie die Landkreise Prignitz, Ostprignitz‑Ruppin, Oberhavel, Uckermark, Havelland, Potsdam‑Mittelmark und Teltow‑Fläming. Darüber hinaus ist das Gericht landesweit zuständig für Verfahren nach dem Bundes‑ und Landespersonalvertretungsgesetz sowie für die Disziplinargerichtsbarkeit erster Instanz.

 

Danny Eichelbaum (CDU, Parlamentarischer Geschäftsführer) nimmt sich Zeit für unsere Anliegen

v.l.n.r: Jörg Siegmann, Petra Ott, Danny Eichelbaum (CDU)

In der Mission „Artikel 110 II der Verfassung des Landes Brandenburg“ hatten wir die Gelegenheit, mit Danny Eichelbaum (CDU, Parlamentarischer Geschäftsführer und Vorsitzender des Ausschusses für Recht und Digitalisierung des Landtages Brandenburg sowie Sprecher für Rechtspolitik) ins Gespräch zu kommen.

Resilienz im Schöffenamt, Weiterbildungsmöglichkeiten für Schöffinnen und Schöffen, Vorbereitung zur Schöffenwahl 2028 sowie gute Ideen für unser im kommenden Jahr anstehendes 35-jähriges Jubiläum wurden besprochen. 

Danny Eichelbaum sagte uns seine volle Unterstützung zu, das Vertrauen in eine unabhängige und lebensnahe Justiz zu stärken.

Bund und Länder beschließen neuen „Pakt für den Rechtsstaat“

Bund und Länder beschließen neuen „Pakt für den Rechtsstaat“: Bund stellt insgesamt 450 Millionen Euro für die Stärkung der Justiz zur Verfügung

Ein starker Rechtsstaat ist das Fundament unserer freiheitlichen Demokratie. Er schützt die Rechte der Bürgerinnen und Bürger, gibt Sicherheit für Unternehmen, sorgt für Gerechtigkeit und schafft Vertrauen – in den Staat, in seine Institutionen und in das gesellschaftliche Miteinander. Deutschland hat einen starken Rechtsstaat. Damit das so bleibt, brauchen wir Investitionen und Reformen. Mit dem Pakt für den Rechtsstaat werden wir die Leistungsfähigkeit der Justiz insgesamt erhöhen: Die Justiz soll Effizienzgewinne durch Digitalisierung nutzen können, Verfahren im Einklang mit einem zeitgemäßen Prozessrecht zügig führen können und personell so ausgestattet sein, dass sie der hohen Zahl an Verfahren auf Dauer gewachsen ist. Das bedeutet zum Beispiel: mehr Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, damit der hohe Bestand offener Strafverfahren besser bewältigt und jede Strafanzeige mit der notwendigen Sorgfalt bearbeitet werden kann.

Mit dem neuen Pakt für den Rechtsstaat soll die Justiz gestärkt werden.
Er besteht aus drei Themen („Säulen“):

  • Personelle Stärkung
  • Ausbau der Digitalisierung
  • Verschlankung und Beschleunigung von Verfahrensabläufen

Der Bund wird innerhalb des Pakts für den Rechtsstaat sowohl Mittel für die Digitalisierung als auch für die personelle Stärkung der Justiz bereitstellen. Für die personelle Stärkung der Justiz sind für diese Legislaturperiode Bundesmittel in Höhe von insgesamt 240 Millionen Euro vorgesehen. Für die Digitalisierung werden durch den Bund für die Jahre 2027 bis 2029 insgesamt bis zu 210 Millionen Euro (70 Millionen Euro jährlich) aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität zur Verfügung gestellt.

„Mit dem neuen ‚Pakt für den Rechtsstaat’ senden Länder und Bund ein kraftvolles Signal. Wir stärken die Justiz durch mehr Personal, bessere Digitalisierung und schnellere Verfahren. Allein der Bund investiert rund eine halbe Milliarde Euro. In dieser Größenordnung hat es das noch nicht gegeben. Die Verhandlungen waren anspruchsvoll – und erfolgreich. Sie waren getragen von einer gemeinsamen Überzeugung: Unser Land braucht eine starke Justiz. Straftaten müssen effektiv verfolgt, Rechtsstreitigkeiten zügig geklärt werden, Bürgerinnen und Bürger müssen schnell zu ihrem Recht kommen können.  Denn nur wenn der Rechtsstaat für alle sichtbar funktioniert, wird seine Idee auf Dauer überzeugen. Der ‚Pakt für den Rechtsaat‘ ist deshalb auch ein Programm gegen Demokratie- und Rechtsverdrossenheit.“

Dr. Stefanie Hubig, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz

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FAQs_Pakt_fuer_den_Rechtsstaat

 

Treffen mit Dr. Grimm – Minister der Justiz und für Digitalisierung (MdJD)

Am 22. Juni 2026 nutzte der Landesverband Brandenburg-Berlin das Sommerfest der SPD im Landtag, um mit Dr. Grimm, Minister für Justiz und Digitalisierung des Landes Brandenburg, ins Gespräch zu kommen. In einer offenen und konstruktiven Atmosphäre konnten wir mehrere zentrale Anliegen der ehrenamtlichen Richterinnen und Richter ansprechen.

Im Mittelpunkt standen die Vorbereitungen zur Schöffenwahl 2028, die Weiterbildung unserer ehrenamtlichen Richterinnen und Richter sowie sowie Fragen der Resilienz des Rechtsstaates. Auch das entstehende Konzept zum 35. Jahrestag des Landesverbandes Brandenburg/Berlin wurde kurz vorgestellt.

Begrüßung durch Dr. Woidke
Blick in den Plenarsaal
Im Gespräch mit Dr. Grimm
Empfang im Landtag

 

 

 

 

 

Fotos privat

Da das Sommerfest naturgemäß nur begrenzten Raum für vertiefte Gespräche bot, wurden die Themen bewusst nur kurz angerissen, um in Kürze einen eigenen Termin zu vereinbaren, bei dem die Punkte strukturiert und ausführlich weitergeführt werden können.

Besonders gefreut hat uns, dass wir auch vom Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke persönlich kurz begrüßt wurden – ein Zeichen der Wertschätzung für das Engagement der ehrenamtlichen Richterinnen und Richter im Land Brandenburg.

Der Austausch war wertschätzend und richtungsweisend – ein wichtiges Signal für die zukünftige Zusammenarbeit.