Zwischen Tat und Urteil – Akteure der Strafjustiz im Dialog – Der Präsident des Landgericht


Thema: „Litten und Hitler – Der Edenpalast-Prozess vor dem Landgericht Berlin“
Referent: Dr. Christoph Mauntel – Präsident des Landgericht I Berlin
Ort: Kriminalgericht – Historischen Gerichtssaal
Auftakt der Veranstaltungsreihe Zwischen Tat und Urteil – Akteure der Strafjustiz im Dialog –
Adolf Hitlerals Zeuge im sogenannten Eden-Palast-Prozess- Landesarchiv – Berlin
Die Reihe „Zwischen Tat und Urteil“ widmet sich auch Fällen, die weit über den Gerichtssaal hinaus Wirkung entfaltet haben und bis heute Fragen nach Recht, Verantwortung und demokratischer Standhaftigkeit aufwerfen. Mit dem Vortrag „Litten und Hitler – Der Edenpalast-Prozess vor dem Landgericht Berlin“ richtet sich der Blick auf einen der bemerkenswertesten Prozesse der Weimarer Republik.
Im Mittelpunkt steht der junge Rechtsanwalt Hans Litten, der 1931 den damaligen NSDAP-Vorsitzenden Adolf Hitler als Zeugen vor Gericht befragte und ihn mit den Widersprüchen zwischen seinem öffentlichen Auftreten und der politischen Gewalt seiner Anhänger konfrontierte. Der sogenannte Edenpalast-Prozess wurde damit zu weit mehr als einem Strafverfahren: Er wurde zu einem eindrucksvollen Zeugnis der Auseinandersetzung zwischen Rechtsstaatlichkeit und den Feinden der Demokratie.
Dr. Christoph Mauntel, Präsident des Landgerichts I Berlin, beleuchtet die historischen Hintergründe des Verfahrens, die juristischen Besonderheiten des Prozesses sowie die Persönlichkeit Hans Littens, dessen Mut und Konsequenz ihn zu einer herausragenden Gestalt der deutschen Rechtsgeschichte machen. Der Vortrag eröffnet zugleich einen Blick auf die Bedeutung unabhängiger Gerichte in Zeiten gesellschaftlicher und politischer Umbrüche und zeigt, warum die Fragen dieses Verfahrens bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben.
Die Registrierung wird am 01.12.2026 geöffnet und schließt am 21.01.2027